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01
Jun
10

Neale Donald Walsch – Wenn alles sich verändert, verändere alles

Inneren Frieden finden in schwierigen Zeiten

Platinum News Inspiration BlumenwieseIst es möglich angesichts fundamentaler Umbrüche unseres wirtschaftlichen, sozialen und persönlichen Umfelds inneren Frieden zu bewahren? Ja, sagt Neale Donald Walsch, und geht sogar noch einen Schritt weiter: Jede Veränderung erfolgt zu unserem eigenen Besten, lautet die These seines neuen Buchs. Weil wir den Wandel weder aufhalten noch verlangsamen können, müssen wir lernen, uns die Veränderung zum Freund zu machen.

Neale Donald Walsch zeigt einen Pfad auf, wie wir äußeren und inneren Veränderungen begegnen können, indem wir unsere Gedanken und Gefühle, unsere Wahrheiten und unsere Vorstellungen hinterfragen und verändern. Am Ende dieses Wegs steht die Entfaltung unseres seelischen Potenzials.

Neun Veränderungen sind es, die die Art und Weise, wie wir den Wandel „managen“ können, entscheidend verbessern. Sie ermöglichen es, Ruhe zu bewahren, wenn zum Beispiel eine langjährige Partnerschaft zerbricht, ein sicher geglaubter Arbeitsplatz Rationalisierungsmaßnahmen zum Opfer fällt oder plötzlich eine schwere Krankheit in einem bis dahin völlig gesunden Körper ausbricht.

Denn auch wenn es auf den ersten Blick anders erscheinen mag: Einen Wandel zum Schlechteren gibt es nicht. Vielmehr ist es das Leben selbst, das sich auf diese Weise manifestiert. Wandel ist das fundamentale Gesetz, mit dessen Hilfe sich Evolution durch uns vollzieht.

Verlag über das Buch | Klappentext

 

Weitere Informationen zum Buch


Wenn alles sich veraendert veraendere alles von Neale Donald Walsch

Neale Donald Walsch
Wenn alles sich verändert, verändere alles
Inneren Frieden finden in schwierigen Zeiten

1. Auflage, Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3442338743
ISBN-13: 978-3442338740
Verlag Goldmann Arkana 2010


Video Inspiration: Neale Donald Walsch – God says Yes



Neale Donald Walsch


Neale Donald Walsch arbeitete als Journalist und Verleger, war Programmdirektor eines Rundfunksenders, Pressesprecher und gründete eine erfolgreiche Werbe- und Marketingfirma. In einer schweren Krise richtete er seine Stimme an Gott. Dadurch erfuhr sein Leben eine entscheidende Wendung. Was er als Ende seines Lebens empfunden hatte, erwies sich als spiritueller Neuanfang. Anschauliches Zeugnis dieser geistigen Öffnung sind die »Gespräche mit Gott«. Heute widmet sich Walsch ganz der Aufgabe, die Botschaften seiner Bücher durch Publikationen, Vorträge und Retreats für spirituelle Erneuerung zu verbreiten. Er gründete die School of the »New Spirituality« und rief die »Group of 1000« ins Leben, eine nicht auf Profit ausgerichtete Organisation, die weltweit spirituelles Erwachen vorantreibt. Walsch lebt in Ashland, Oregon.


Weitere Informationen und Kontakt zum Autor


http://www.nealedonaldwalsch.com


Goldmann Arkana Verlag


Goldmann Arkana Verlag ist einer der großen Publikumsverlage Deutschlands: ein Verlag der Autoren mit einem auf Vielfalt und Qualität ausgerichteten Programm für leidenschaftliche Leser – gleich, ob es sich um Literatur oder Unterhaltung, um Krimis oder Frauenbücher, um deutsche oder internationale Autoren, um zeitgenössische Schriftsteller oder Klassiker, um Belletristik oder Sachbücher und Ratgeber handelt.


Weitere Informationen und Pressekontakt


Goldmann Arkana

Goldmann Arkana Verlag
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Barbara Henning
Verlagsgruppe Random House
Neumarkter Strasse 28
81673 München

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Fax +49 (0) 89-4136-3723

barbara.henning@randomhouse.de

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29
Mai
10

Interview: KörperSprache und ihre Dimensionen

Interview mit Sabine Mühlisch zum Thema KörperSprache

Platinum News Körpersprache InterviewKörpersprache als Begriff gewinnt immer mehr an Bedeutung und Aktualität in unterschiedlichen Bereichen unseres Alltags. Wie eine unentbehrliche Vokabel der nonverbalen Kommunikation wandert dieser Begriff aus rein wissenschaftlichen Kontexten wie zum Beispiel der Sprachwissenschaft und der Psycholinguistik in die interdisziplinäre Areale der Kulturwissenschaft, der Medizin, der Psychologie und nicht zuletzt des modernen Managements. Was ist überhaupt Körpersprache? Wer spricht sie und wie? Die Antworten auf diese und weiteren Fragen beantwortet die Bestsellerautorin und Management Trainerin – Grande Dame der Körpersprache – Sabine Mühlisch Körper.Sprache zum Unternehmens.Körper in einem inspirierenden Interview mit Platinum News.

Platinum News:

Frau Mühlisch, schon bei einer flüchtigen Betrachtung der zu dem Thema Körpersprache vorhandenen Literatur wird klar, dass bislang keine eindeutige Definition des Begriffs Körpersprache vorhanden ist. Wie erklären Sie diese Gegebenheit? Und was ist die Körpersprache überhaupt?

Sabine Mühlisch:

In einer digitalen, horizontal kausalistisch ausgerichteten Welt ist es nicht verwunderlich, wenn auch KörperSprache als undefiniertes KommunikationsWerkzeug betrachtet und vermeintlich benutzt wird. Erklärungsversuche über ‚Wenn… dann… “ führen zu unvollständigen und wenig dauerhaften Handlungsanweisungen. Denn KörperSprache ist die Sprache des Geistes (Denken) und der Seele (Fühlen); beide bewohnen den jeweiligen Körper und drücken sich durch ihn aus = nach Außen drücken, Ausdruck. Nur das innere, geistig-seelische Verständnis eines Ausdrucks durch den Körper und die Anerkennung ohne Wertung desselben kann zu einer Erkenntnis und somit zu möglichen, gewünschten Änderungen führen.

Platinum News:

Als eins der wichtigsten Aspekte der nonverbalen Kommunikation erweist sich gerade die Körpersprache als ein komplexes und mehrdimensionales System. In welcher Relation zueinander und zur Außenwelt stehen Körper, Geist und Seele?

Sabine Mühlisch:

Als geistige Wesen, die eine körperliche Erfahrung mit möglichst vielfältigen Spielarten machen (sollten), steht uns Menschen das Außen jederzeit als Spiegel zur Verfügung. Was in mir ist, kommt zum Ausdruck und durch das Resonanzgesetz ziehe ich die dazugehörigen Situationen, Menschen und Gegebenheiten in mein Leben. Die jeweilige geistige Haltung zu mir und der Welt wird verkörpert, die Seele als Vermittler zwischen Geist und Materie gibt über das Fühlen die Richtung an, in die eine Entscheidung sinnvoll, freudvoll und angemessen sein sollte. Kopfentscheidungen sind zweidimensional, Gefühlsentscheidungen basieren auf universeller Ganzheit.

Platinum News:

Wie kommunizieren Geist und Seele innerhalb eines Körpers?

Sabine Mühlisch:

Über Bilder. Wir sind in erster Linie bildhafte Wesen. Wie heißt es doch so richtig: ‚Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!” Wir Menschen sind immer geistige Schöpfer: mit jedem Bild, welches wir bewusst oder unbewusst erzeugen, aufnehmen oder er-schaffen, prägen wir einem Potential eine Form auf und erschaffen somit eine In-Form-a(k)tion, die bei entsprechender Wiederholung durch Einzelne oder Gruppen in der Materie in Er-Schein-ung tritt. BewusstSein ist dabei die Gesamtheit all unseren Seins. Die Seele als Erfahrungssammler ist der jeweilige, individuelle Teil des Geistes. Bilder sind Energie, die eine bestimmte Information aufgeprägt bekommen und bei entsprechender (Gefühls) Intensität über den Körper in die Materie treten.

Platinum News:

In Ihren Seminaren und Coachings erleben die Teilnehmer eine gewisse Offenbarung über sich selbst. Ihre Ausführungen und Videoanalysen liefern aufschlussreiche Erkenntnisse über die Wirkung der persönlichen Körpersprache: das Unbewusste wird zum Bewussten. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Emotionen und Gefühlswelten?

Sabine Mühlisch:

E-Motion bedeutet innere Bewegung. Wertfrei betrachtet ist jegliche innere Bewegung als Empfindungen, Fühlen wahrnehmbar. Gefühle weisen uns den inneren, seelischen Weg. Erst Wertungen, wie ‚gut“ und ‚schlecht, ‚erlaubt” oder ‚verboten“ oder gar tiefliegende Muster von Angst oder Schuld machen aus E-Motions Energien, die oft unterdrückt oder überdimensional ausgelebt werden. Unsere Wertesystem sind wider der (menschlichen) Natur und so manches Gefühl ist nur was es ist: ein Gefühl. In meinen Seminaren geht es daher darum, diese Emotionen wahrzunehmen, anzuerkennen und wieder loszulassen. Und genau das fällt oft so schwer! Geschehen lassen, loslassen wird dem weiblichen Pol zugeordnet und genau der ist in unserer heutigen Welt unterrepräsentiert. Viele Menschen bleiben an ihren Wertungen und der zugehörigen Kontrolle ‚hängen. Dann bleiben auch die Gefühle ‚hängen” … und kehren als immer wiederkehrende Muster in Situationen oder Menschen zurück! Selbstgeschaffene Realität, die es zu er-lösen gilt.

Platinum News:

Das aktive Lesen der Körpersprache ist, so wie es aussieht, eine Form der emotionalen Telepathie, die sehr viel mit persönlicher Intuition und Inspiration zu tun hat. Warum?

Sabine Mühlisch:

Als Kinder haben wir alle intuitiv, also durch unmittelbare Anschauungen (nicht durch denken), KörperSprache gelesen und die Bedeutungen gewusst. Erst die Überbetonung des Werkzeuges Verstand führt zum Vergessen dieser Grundfähigkeit. Inspiration (= In-spirare: den Geist einhauchen) bedeutet, den allumfassenden Geist hineinfließen zu lassen. Um an diese Fähigkeiten wieder heranzukommen, bedarf es zunächst einer Bewusstmachung dessen was im und am Körper geschieht, eine wertfreie Über-Setzung (non-verbal in verbal) und diese Erkenntnisse erlauben, vorher Unerkanntes in Bekanntes einzufügen. Je mehr ich in mir kenne, umso mehr er-kenne ich etwas im Außen. In der praktischen Anwendung geht es tatsächlich nicht mehr über den Verstand. Wir sehen, fühlen und wissen! Im Wissen sein also – und das ist BewusstSein.

Platinum News:

Immer mehr Unternehmer aus unterschiedlichsten wirtschaftlichen Bereichen zeigen außerordentliches Interesse für das Thema Körpersprache. Wie erklären Sie dieses Phänomen?

Sabine Mühlisch:

Verstandesorientierte Schulungen, Hilfsmittel und Techniken sind bei menschlichen Kommunikations- und Verhaltensstörungen nur bedingt hilfreich. Sie bleiben in der kausalen Ursache-Wirkungs-Ebene stecken. Menschen als Mutidimensionales Wesen zu begreifen und daraus sinnvolle und angemessene Schlüsse zu ziehen, können sie nicht. Der von mir entwickelte und seit 20 Jahren gelehrte ganzheitliche Ansatz mit dem Erfahrungsinstrument Körper und Sprache = KörperSprache kann diese Dimensionen eröffnen. Menschen, die sich selber wertfreier, authentisch und sich ihrer bewusst leben, können mit anderen ebenso umgehen. Denn genau betrachtet ist der oder die Andere immer nur ein Aspekt meines Selbst. Um die gegenwärtigen Herausforderungen zu meistern, bedarf es eben neuer Dimensionen. Kausalität hat ausgedient. Nun gilt es bewusster Schöpfer zu werden: mit unbegrenzten Gedanken, freiem Fühlen, vitalen Körper und einer angemessen, bewussten, bildhaften Sprache: ausgedrückt in individueller, einzigartiger Körper-Sprache.


Live Auftritt von Sabine Mühlisch, Inspiratorin und KörperSprache Spezialistin



Literaturtipp


Sabine Mühlisch Fragen der Körpersprache Antworten zur non-verbalen Kommunikation

Sabine Mühlisch
Fragen der KörperSprache
Antworten zur non-verbalen Kommunikation
1. Auflage, 78 Seiten, Broschiert
ISBN-10: 3873876620
ISBN-13: 978-3873876620
Verlag: Junfermann 2007


Körper.Sprache und Unternehmens.Körper | Sabine Mühlisch


Sabine Mühlisch
Inspiration in, mit und für mittelständische Unternehmen: Bio-Logik und Analogie für vitale Unternehmens.Körper der Zukunft. Wenn jeder Mensch auf die Signale seines Körpers hören und danach handeln würde, wären wir alle glücklich, gesund und vital! Wenn diese Menschen dann in Unternehmen gemeinsam den jeweiligen Unternehmens.Körper bilden würden, der nach den natürlichen, bio-logischen und analogen Gesetzmäßigkeiten funktioniert, dann wären diese Unternehmen einzigartig und erfolg-reich!

Sabine Mühlisch ist Spezialistin für die Zusammenhänge zwischen Körper, Körper.Sprache und Unternehmens.Körper. Sie hat mehrere Bücher veröffentlicht und arbeitet als Trainerin und Inspiratorin im deutschsprachigen Raum.

KörperSprache als non-verbales Kommunikationsinstrument haben inzwischen viele Manager als wichtiges Führungs-Instrument entdeckt. Dass Körper.Sprache gerade auch die geistig-seelischen Ursachen entdecken hilft, ist weniger bekannt.

Der Körper ist das Fahrzeug der Seele; Identität und Persönlichkeit ihre Kleidung! Durch den Körper drückt sich Geist oder auch das Bewusstsein aus. Wer Analogien kennt, weiß um die sprach-wörtlichen Über-Setzungen von materieller Erscheinung und entsprechender Ur-Sache. Körperlicher Aus(sen)druck ist immer, ob in Kommunikation oder Krankheit ein auf die sichtbare Ebene gebrachtes, seelisch-geistiges Geschehen.

Der Unternehmens.Körper, also ein Zusammenschluss von individuellen Körpern, ist Ausdruck der gleichen analogen, bio-logischen Gesetzmäßigkeiten – oder auch nicht!


Weitere Informationen und Kontakt


Körper.Sprache und Unternehmens.Körper | Sabine Mühlisch
Kirchweg 115
50858 Köln

FON/FAX +49 (0) 221- 499 45 16

Email@Sabine-Muehlisch.de
http://www.Sabine-Muehlisch.de


28
Mai
10

Von den Glaubenssätzen, komplexen Systemen und religiösen Dogmen zur schöpferischen Energie des Geistes

Von Albert Metzler | Inspiration

Albert Metzler Inspiration Schöpferische EnergieWenn wir auf die religiöse Glaubensgeschichte blicken, lässt sich feststellen, dass ein starker Glaube kaum jemals zu erschüttern war. Was allein den christlichen Glauben angeht, der für sich postuliert – wie viele andere Glaubensrichtungen ebenfalls –, die einzig wahre Religion zu sein, gab es immer wieder Kollisionen mit den jeweils neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Kirche war immer wieder gezwungen, Korrekturen vorzunehmen und musste zuweilen auch kolossale Irrtümer eingestehen. Als besonders frappierende Beispiele gelten die Kreuzzüge und die Inquisition des Mittelalters, die Verurteilung Galileos (für seine Behauptung, die Erde drehe sich um die Sonne – und nicht umgekehrt) oder die Darwinsche Evolutionstheorie im 19. Jahrhundert. Immer wieder war die Kirche gezwungen, sich in Glaubensfragen den Erkenntnissen der Wissenschaft anzupassen. Gerade in Anbetracht der Unfehlbarkeit des Papstes, die auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 zum Dogma erhoben wurde, sollten sich bei den Gläubigen doch eigentlich Zweifel an ihrem Glauben einstellen. Doch für über eine Milliarde Katholiken führen alte oder neue Irrtümer nicht zum Verlust ihres Glaubens. Die Lehren der Kirche werden weiterhin als Wahrheit angesehen.

Der Glaube entspringt dem Herzen der Menschen und ist daher an sich einfach; die entsprechenden Glaubenssysteme jedoch entwickelten sich nach und nach zu überaus komplexen Gebilden. Wenn man auf die großen, seit Jahrhunderten und Jahrtausenden bestehenden Religionen schaut, kann man schnell feststellen, dass es sich in allen Fällen um sehr komplexe Glaubenssysteme handelt. In allen Fällen gibt es hochkomplexe heilige Schriften, dazu wird eine unermüdliche Exegese betrieben. Ständig werden die Texte neu erläutert, interpretiert, kommentiert und um Lesarten ergänzt. Es wird also ein enormer Aufwand betrieben, die Systeme – auch gerade in Anbetracht der Irrtümer oder nicht mehr haltbarer Ansichten – von Zweifeln frei zu halten. Es werden enorme Anstrengungen unternommen, um Widersprüche wegzuerklären. Und das Resultat ist eindeutig, führt es doch dazu, dass Fehler in einem komplexeren Denksystem schwerer zu finden sind. Eine einzelne Aussage kann mithilfe des logischen Denkens schnell überprüft werden: Sie wird sich als wahr oder falsch herausstellen. Doch sobald ein System aus unzähligen Aussagen besteht, fallen einzelne Fehler einfach nicht mehr auf. Werfen wir hierfür einen Blick auf die Logik, der Lehre vom folgerichtigen Denken:

Wenn ein System aus 10 Aussagen besteht, von denen zwei im Widerspruch stehen, dann wird dies sofort auffallen (20 Prozent der Aussagen stehen erkennbar im Widerspruch). Wenn wir nun noch 990 Aussagen hinzufügen und dabei keine weiteren Fehler oder Widersprüche einbeziehen, dann sinkt die relative Fehlerzahl auf 0,2 Prozent! Denn jetzt sind plötzlich nur noch 2 von 1000 Aussagen miteinander im Widerspruch. 10 Aussagen können Sie leicht miteinander vergleichen, bei 1000 Aussagen schaffen Sie es nicht mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die beiden Fehler überhaupt finden, sinkt ganz enorm! Und selbst wenn noch 18 weitere Fehler in das System eingeschleust werden, dann liegt die relative Fehlerzahl immer noch bei nur 2 Prozent. Also scheinen weniger Fehler im System zu sein, während es absolut doch eindeutig mehr sind. Nur relativ sind es weniger. Bei komplexen Denksystemen, wie den großen Religionen, werden mit jedem aufgedeckten Fehler oder Widerspruch neue Wegerklärungen gefunden, und jedes Mal sinkt die relative Fehlerquote. Damit wird zugleich jeder einzelne Fehler besser versteckt – das System bleibt in sich falsch.

Daher werden im Laufe der Zeit Glaubenssysteme auch immer komplexer. Und deswegen ist ein altes Glaubenssystem scheinbar auch glaubhafter als ein Neues. Denn relativ gesehen enthält es nur wenige Fehler, außerdem stehen mehr Anhänger bereit, die hilfreich alle auftretenden Fehler wegerklären und damit noch besser verstecken. Genau genommen aber bleibt das System falsch und wird im Laufe der Zeit nur noch fehlerhafter. Die Gewissheit des Glaubens wird also damit gestärkt, dass (gemessen an der Gesamtmenge) recht wenige Fehler enthalten sind. Und man kann sich selbst jeden Fehler damit erklären, dass man eben nicht alles über das System weiß oder wissen kann, und dass es eben dafür eine perfekte Erklärung gibt, die man nur gerade eben nicht zur Hand hat. Der Logiker würde also sagen, Glaubensgewissheit ist nicht anderes als eine (psycho)logische Täuschung.

Sind also gerade die großen Religionen damit nichts anderes als ein gigantisches Täuschungsmanöver? Keineswegs. Denn der Glaube der Menschen ist auch real, auch wenn er mit den realen Gesetzen der Logik kollidiert. Außerdem zeigt der Glaube reale Auswirkungen auf das Leben der Gläubigen, ganz gleich, welcher Religion sie nun angehören.

So unterschiedlich die einzelnen Religionen zunächst erscheinen mögen, finden sich bei einer näheren Untersuchung doch immer wieder Parallelen und Gemeinsamkeiten. Am Anfang stehen immer zentrale Fragen, die das Leben des Menschen betreffen:

  • Woher komme ich?
  • Warum lebe ich?
  • Welchen Sinn hat mein Leben?
  • Wohin gehe ich, wenn ich sterbe?

– Und der Glaube ist es, der dem Menschen eine Antwort darauf gibt, ganz egal, welcher Religion er angehört. Auch die so genannten Weltreligionen (der Buddhismus, das Christentum, der Islam, der Hinduismus und das Judentum) sind schon dadurch vereint, dass sie Gott als das unsere irdische Wirklichkeit übersteigende Geheimnis unseres Lebens und als den Ursprung dieser Welt als Ganzes anerkennen. In dieser Beziehung haben sie eine gemeinsame Basis, auf die sie den Menschen und seine Wirklichkeit in allen ihren Dimensionen bezogen sehen.

Alle Religionen stellen in ihrer Essenz und in ihrem besten Geiste Bemühungen dar, den Menschen die Erfahrung einer zentralen Wirklichkeit in der menschlichen Konstitution näher zu bringen. Überall, und auch in den kleineren, früheren und den uns unbekannten Religionen, geht es letztlich um die Begegnung mit dem Heiligen, Vollkommenen, Absoluten, Göttlichen – um die Begegnung mit dem einen universalen GOTT. In den Menschen scheint also ganz offensichtlich eine Sehnsucht nach dem Göttlichen tief verankert zu sein. Heute gehen Neurotheologen und Biochemiker sogar davon aus, dass der Mensch mit einer speziellen Gehirnregion (sie soll sich im „limbischen System“ befinden) ausgestattet ist, die den physiologischen Antrieb für spirituelle Gotteserfahrungen liefert. Die in uns verankerte Sehnsucht nach Vollkommenheit und nach dem Göttlichen transportiert sich auch über die Ebene der Religion in die Heiligen Schriften der verschiedenen Kulturen. Doch was dem einen hier heilig ist, ist für den anderen nur absoluter Humbug, vielleicht noch eine Sammlung von nützlichen Weisheiten oder auch bloß ein schönes Märchen. Der Christ hält die Bibel – und insbesondere das Neue Testament – für die eine Wahrheit und für das Wort Gottes; ein Jude beruft sich auf die Thora (die 5 Bücher des Moses); der Islam bezieht sich auf den Koran; der Hinduismus fußt auf den vier Veden. – Welche Schrift auch immer im Vordergrund steht und für heilig erklärt wurde, sie alle beeinflussten ganze Kulturen und damit das Leben unzähliger Menschen.

Die Sehnsucht nach dem Göttlichen ist zugleich eine Sehnsucht nach magischen Momenten und nach Wundern. Dies ist auch der Grund dafür, dass wir uns bereits als Kinder von Märchen magisch angezogen fühlen. Und diese Anziehungskraft setzt sich unser gesamtes Leben lang fort: Auch der Erwachsene ist noch wie gebannt von fantastischen Geschichten, die wir in Büchern lesen oder als Filme anschauen. Tatsächlich lassen sich sogar Parallelen ziehen zwischen Märchen und den verschiedenen Heiligen Schriften der Religionen. Ob es nun um Jesus oder Buddha, um Heilige, Engel oder Propheten geht – sie alle bringen magische Wunder hervor. Und diese Wunder erst machen sie für uns zu göttlichen Wesen. Das größte Wunder dieser göttlichen Wesen besteht immer in dem magischen Umgang mit Realitäten. Denn die herkömmliche und in ihren Dimensionen beschränkte Realität wird von ihnen ins Unendliche erweitert und schließlich durchbrochen.

Alle göttlichen Wesen verweisen auf das Herz und nicht auf den Verstand, sie alle konzentrieren sich auf die schöpferische Energie des Geistes. Die Fokussierung auf die Liebe und Schönheit im Herzen führt zu einem energetischen Fluss auch in den Gedanken und ermöglicht somit die bewusste Überwindung der Materie. Sie verbinden sich in ihrem eigenen Gedankenfluss mit dem schöpferischen Universum. Sie werden allgegenwärtig: Alles in Allem… EIN EINS! Gott ist in unserem Herzen, bereits das Wissen darüber macht uns alle Menschen ausnahmslos zu göttlichen Wesen! Zu göttlichen Wesen mit schöpferischer Energie in unseren Herzen.


Literaturtipp


Albert Metzler  Reality of beauty - Das Schöne ist in Dir

Autor: Albert Metzler
Reality of beauty – Das Schöne ist in Dir
1. Auflage, 4. Audio-Hörbuch-CDs
Sprecher: Michaela Kamitz, Bodo Wardin
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937864970
ISBN-13: 978-3937864976
Verlag: Breuer & Wardin Verlagskontor 2008


Albert Metzler | Inspiration


Albert Metzler InspirationAlbert Metzler, Jahrgang 1976 ist internationaler Management-Trainer, Coach, Inspirator und Bestseller-Autor. Er führt Workshops auf dem ganzheitlichen Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung durch. In seinen praxisorientierten Trainings, Workshops und Coachings unterrichtet er eine breite Palette von Themen nach seinem Coaching Modell des Alternativen Denkens.

Sein schöpferisches Themenprogramm vereinigt in sich praxisorientierte Inspirationen aus universellen Weisheitslehren, Persönlichkeitspsychologie, Philosophie der Gegenwart und Körpersprache. Dabei offenbart er die grenzenfreien Transformationsmöglichkeiten des kreativen Selbst auf der ganzheitlichen Integrationsebene des Körpers, des Geistes und der Seele.

Seine Klienten sind sowohl Privat-Personen als auch selbständige Unternehmer, Manager, Führungskräfte und Keynote-Speaker. Albert Metzler ist bekannt in der Öffentlichkeit als Management-Trainer und Bestseller-Autor. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themen der Persönlichkeitsentwicklung (Bücher, Audio-Hörbücher, Film-Inspirationen, Fachpublikationen, Kunstausstellungen etc.) fanden bereits ein breites internationales Publikum in Deutschland, Österreich, Moldova und in der Schweiz.


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Albert Metzler Inspiration

Albert Metzler|Inspiration
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27
Mai
10

Interview: Souveränität – Vom Abstrakten zum Konkreten

Interview mit Stéphane Etrillard zum Thema Souveränität

Das Wesen der Souveränität wurde inzwischen von vielen Forschern, Philosophen, Soziologen und Geisteswissenschaftlern aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Dennoch ist der Begriff der Souveränität für viele eine unverständliche Abstraktion. Der Grund dafür ist offensichtlich seine mehrdeutige Definition: Das ihn Umfassende bleibt immer größer als das Umfasste. Der Umfang der interdisziplinären kultur-wissenschaftlichen Diskurse bestätigt diese Problematik. Was dieser Begriff mit einem Staat und einem Individuum zu tun hat, erläutert Souveränitätsexperte, Bestsellerautor und Managementtrainer Stéphane Etrillard, Management Institute SECS im Interview mit  Platinum News

Platinum News:

Herr Etrillard, in den bislang zum Thema Souveränität vorhandenen und überwiegend philosophischen Schriften trifft man den Begriff der Souveränität im engen Kontext der Politikwissenschaft. Oft ist dabei die Rede von der „Souveränität“ eines Staates bezogen auf seine Regierung, was in etwa eine gewisse Unabhängigkeit im politisch-wirtschaftlichen Sinne bedeutet. Wie definieren Sie Souveränität? Welche Bedeutungsnuancen hat dieser Begriff im Kontext der Persönlichkeitsforschung?

Stéphane Etrillard:

Der Begriff Souveränität beschreibt ein Phänomen, das in verschiedenen Grundformen in Erscheinung tritt: Im Bereich des Völkerrechts bezeichnet Souveränität die prinzipielle Eigenständigkeit eines Staates, der unabhängig von anderen Staaten die Belange seiner inneren Verfassung selbstbestimmt gestaltet. Auf dem Gebiet des Staatsrechts und der politischen Theorie beschreibt Souveränität die Macht ausübende Instanz im Inneren des Staates, die sowohl die Staatsform und die Regierung bestimmt als auch den staatlichen Machteinsatz legitimiert. Souveränität ist überdies ein Bestandteil der klassischen Definition des Staates, nach der sich ein Staat zusammensetzt aus den drei Elementen Staatsvolk, von anderen Staatsgebieten abgegrenztes Staatsterritorium und eben Souveränität.

Eine weitere Bedeutung von Souveränität findet sich außerhalb der staatlich-politischen Zusammenhänge: Sie betrifft die Persönlichkeit eines Menschen und charakterisiert Souveränität als bestimmte Eigenschaft einer Person, die Ausdruck von Selbstbestimmung und Eigenständigkeit ist.

Platinum News:

Wie definieren Sie eine souveräne Persönlichkeit? Welche Eigenschaften setzt eine souveräne Persönlichkeit voraus?

Stéphane Etrillard:

Souverän zu sein und persönliche Souveränität auszustrahlen, scheint einem Königsweg im eigenen Dasein zu entsprechen. Doch ist damit weder erklärt, was Souveränität nun überhaupt ist, noch wie man selbst zu einer souveränen Persönlichkeit werden kann. In meiner Forschungsarbeit widme ich mich daher ganz der Souveränität als menschlicher Eigenschaft, die sich wie ein Puzzle mit vielen Einzelteilen aus den individuellen Facetten eines Individuums zusammensetzt. Was genau verbirgt sich nun hinter Souveränität, wenn wir dieses Wort mit Blick auf die Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen gebrauchen? Hier sind ebenso viele Missverständnisse wie Falschaussagen im Umlauf, und meist wimmelt es vor Ungenauigkeiten, wenn versucht wird, den Begriff konkret zu definieren. Genau genommen bleibt eine echte aussagekräftige Definition sogar ganz aus. So wird uns Souveränität bspw. als Erfolgsfaktor nahe gelegt oder Souveränität wird zu einem Attribut, einer nicht sehr genau bestimmten Größe erklärt, über die man doch bitteschön verfügen sollte. Auch wird der Begriff zuweilen gerne synonym verwendet mit Charisma, Ausstrahlungskraft, Integrität, Selbstsicherheit oder auch Durchsetzungsvermögen usw.

Souveränität gilt gemeinhin als etwas Gutes, Erstrebenswertes, als etwas, das eine echte und wahre Persönlichkeit erst ausmacht. Doch nicht einmal dies ist klar, denn zuweilen vermittelt der Begriff beinahe egozentrische Momente, womit dann die Grenze zur Überheblichkeit und zur versnobten Arroganz überschritten wäre.

Platinum News:

Wie könnte ein Erklärungsversuch aussehen?

Stéphane Etrillard:

Wie auch immer Erklärungs- und Deutungsversuche aussehen, oft reichen sie nicht sehr weit, und meist wird Souveränität wieder nur als Phrase eingesetzt, die irgendein Klischee bedient. Hier kommen dann mit Vorliebe schwammige Formulierungen zum Einsatz, manchmal sind es auch nur Anhäufungen beliebiger und austauschbarer Schlagwörter, mit denen man sich geschickt wieder aus der Affäre ziehen kann.

Der Begriff Souveränität klingt erst einmal ganz gut, so gut, dass weitere Erklärungen gar nicht weiter notwendig erscheinen. Allenfalls heißt es manchmal recht lapidar, Souveränität sei ein Zustand von Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit. Dem wollen wir absolut nicht, zumindest nicht leichtfertig, widersprechen.

Platinum News:

Doch was heißt das nun genau? Was ist Souveränität außerdem, und was nicht?

Stéphane Etrillard:

Souveränität zählt zu jenen schicken Wörtern, die wir gerne hören, die wir auch gerne verwenden – Souveränität ist zugleich ein Begriff, der, eben aufgrund seiner weit dehnbaren Spannbreite und weil sich unter seinem Deckmantel so viele positive Eigenschaften versammeln, mit einer gewissen Nachlässigkeit eingesetzt wird. Weil es in der Literatur noch immer an einer eingehenden Untersuchung zum Thema Souveränität mangelt, ist es in den letzten sechs Jahren mein Anliegen gewesen, diese Lücke zu schließen. Hierbei wurden Missverständnisse aufgeklärt und neue, bisher nur selten bedachte Aspekte berücksichtigt. Ich will gar nicht erst versuchen, Souveränität – oder besser eine souveräne Persönlichkeit – auf eine schlichte Formel zu bringen und diese Formel dann als omnipotentes Patentrezept zu propagieren. Auch lässt sich gelebte Souveränität ganz gewiss als zweckdienliches Mittel für den beruflichen und privaten Erfolg, gar als Mittel zur bewussteren, erfüllten und somit zufriedeneren Lebensführung empfehlen, sie lässt sich jedoch nicht einfach verordnen. Niemand kann sich Souveränität wie einen neuen Hut einfach überstülpen und sich dann zu einer souveränen Persönlichkeit erklären.

Platinum News:

In welcher Verbindung steht der Begriff der Souveränität zum modernen Management?

Stéphane Etrillard:

Es gibt einen Faktor, der in unserer heutigen Welt zur unverzichtbaren Größe geworden ist: die Fähigkeit und Bereitschaft, Eigenverantwortung zu übernehmen. Eigenverantwortung ist eines der wichtigsten Stichworte für Beschäftigte im Unternehmen geworden. Die strukturellen Veränderungen in der Unternehmenswelt, die gleichfalls eindimensionale Ordnungen und ausgeprägte lineare Hierarchien zugunsten komplexer Beziehungssysteme mit flachen Hierarchien hinter sich lassen, haben zur Folge, dass es immer mehr auf jeden Einzelnen als Teil des Systems ankommt. Das Ganze kann nur funktionieren, wenn der Einzelne selbstständig und eigenverantwortlich handelt, da das dynamische Zusammenspiel der Teile das Ganze zusammenhält und vorwärts bringt.

Dieser Umstand bedeutet für den einzelnen Beschäftigten einen deutlichen Zuwachs an Möglichkeiten – zugleich jedoch auch eine Steigerung der Anforderungen und zunehmende Unsicherheit. Denn Arbeitsleben und Karriereverläufe haben sich mit diesen Entwicklungen grundlegend verändert. Herkömmliche stringente Lebensläufe gibt es nur noch in den seltensten Fällen. Kaum ein Beruf bietet noch die Sicherheit, ihn in ein und derselben Firma bis zum Rentenalter auszuüben. Der althergebrachte berufliche Aufstieg über die einzelnen Hierarchiestufen innerhalb des Unternehmens verliert immer mehr an Bedeutung.

Erfolg zeigt sich inzwischen weniger in dem Erreichen einer bestimmten Position, sondern eher in dem Grad der Zufriedenheit, Eigenständigkeit und Verantwortlichkeit, den die Arbeit mit sich bringt. Die Erfüllung solcher Kriterien gestaltet sich überaus vielfältig und eröffnet schier unendliche Möglichkeiten. Diese Wahlmöglichkeiten liegen allerdings ebenfalls auf Seiten der Arbeitgeber, denn für ein und dieselbe Aufgabe gibt es inzwischen oft verschieden qualifizierte Anwärter, die auf ihre spezifische Weise die Aufgabe gleichwertig erfüllen können. Nicht selten entwickeln z. B. so genannte Quereinsteiger derartige Qualitäten, dass sie einem ausgewiesenen Experten durchaus das Wasser reichen können.

Die Arbeitsstellen werden überdies heutzutage viel häufiger gewechselt als in der Vergangenheit, und so fehlt es an Sicherheit, Vertrauen und Förderung, die durch jahrelange Zusammenarbeit und Beziehungspflege zwischen Vorgesetztem und Beschäftigtem entstehen. Viel mehr als früher liegt es jetzt in der Hand des Beschäftigten selbst, wie er sein Arbeitsleben gestaltet. Die Vielzahl der Möglichkeiten erfordert von ihm, Eigeninitiative zu zeigen und für seine Arbeit selbst Verantwortung zu übernehmen.

Die persönliche berufliche Entwicklung, die Aktualisierung des notwendigen Wissens und der erforderlichen Fertigkeiten sowie die Motivation zu hohen Leistungen werden meist von keinem Vorgesetzten mehr angeregt, sondern unterliegen allein der Verantwortung des Beschäftigten selbst.

Wie in der Berufswelt zeigen sich in beinahe allen Bereichen unseres Lebens die Auswirkungen der drastischen Veränderungen und Entwicklungen, die unsere Gegenwart kennzeichnen. Und wenn der Mensch sich nicht auch verändert, wird er sich früher oder später nicht mehr zurechtfinden in der Welt, die ihn umgibt. Die Frage ist nur: In welche Richtung soll sich der Mensch eigentlich verändern, wenn es in unserer komplexen Welt immer mehr Richtungen gibt, denen man folgen kann?

Gleichermaßen aussichtslos wie auch unsinnig ist der Versuch, so vielen Richtungen und Aspekten wie nur möglich zu folgen und der größtmöglichen Anzahl von Herausforderungen oder Anforderungen, die unsere Zeit bereithält, gerecht zu werden. So etwas kann nicht gelingen. Es braucht einen generellen Weg, sich den neuen Bedingungen in der Welt anzupassen. Und dieser kann letztlich nur in der vorläufig einzig uns verbleibenden Konstante liegen: in uns selbst.

Platinum News:

In Ihren Seminaren und Coachings haben Sie eine enorme Vielfalt an unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Zu Ihren Klienten gehören sowohl Politiker, Unternehmer, Manager als auch Redner, Berater und Coachs. Wie lässt sich Souveränität überhaupt trainieren?

Stéphane Etrillard:

Wer aufmerksam, offen und mit echtem Interesse seinem Leben begegnet – seiner Umwelt, seinen Mitmenschen und sich selbst -, wer fähig und bereit ist, über sich selbst und die eigene Lebensführung zu reflektieren, wer anderen Menschen und den eigenen Erfahrungen aufgeschlossen gegenübertreten kann und sein Leben bewusst, aktiv und im Einklang mit seinem Inneren gestaltet – der beschreitet bereits den Weg zu einer souveränen Persönlichkeit. Und wer diesem Weg dann beharrlich folgt, sich auch von Widrigkeiten nicht beirren lässt, wird früher oder später nicht nur über wirkliche Souveränität verfügen können, sondern auch ein Leben führen, das Zufriedenheit, Erfüllung, Sinn und persönliches Glück bereithält.

Diese Möglichkeit eines entfalteten, authentischen und selbstbestimmten Lebens steht letztlich jedem Menschen offen, denn sie ist tief in der eigenen Persönlichkeit verankert, und die Verwirklichung dieser Möglichkeit vollzieht sich in einem ganz individuellen Prozess, der auf den persönlichen Gegebenheiten und Voraussetzungen basiert. Da der Weg zu einer souveränen Persönlichkeit und zu einem erfüllten Leben immer dem eigenen Selbst entspringt, steht dieser Weg wirklich jedem Menschen offen. Es ist zwar ein Weg, der nicht immer einfach zu bewältigen ist und in dessen Verlauf auch Schwierigkeiten und echte Herausforderungen zu erwarten sind, sodass manch einer ihn vielleicht nicht gehen wird. – Doch jeder, der sich bewusst und entschlossen dazu entscheidet, kann diesen Weg beschreiten.

Platinum News:

Die Souveränität jedes Einzelnen steht in einer unmittelbaren Verbindung mit den persönlichen Wertesystemen und dem Charisma eines Individuums zusammen. Kann man Souveränität ausstrahlen ohne sie zu besitzen?

Stéphane Etrillard:

Eine souveräne Persönlichkeit braucht für ihre Entstehung einen klaren Ausgangspunkt. Dieser liegt in der eigenen Identität. Denn die Identität ist der Schlüssel zum persönlichen Wachstum. Unter Identität versteht man in der Psychologie die als Selbst erlebte innere Einheit der Person. Sie beinhaltet die Überzeugungen und persönlichen Charaktereigenschaften, aufgrund derer wir uns von anderen Menschen unterscheiden und als Individuum erkennen.

Identität lässt uns begreifen, wer wir sind und wo wir im Verhältnis zu unserer Umwelt und unseren Mitmenschen stehen. Unsere diesbezüglichen Auffassungen bestimmen – auch wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen – über unser Entscheiden und Handeln, denn normalerweise streben Menschen danach, in Übereinstimmung mit ihrem Inneren zu agieren und so Konstanz in ihrem Leben zu erhalten und Widersprüche zu vermeiden.

Platinum News:

Ist Souveränität dann auch mit Authentizität eng verbunden?

Stéphane Etrillard:

Natürlich, denn jede Verhaltensweise, die im Widerspruch zum eigentlichen inneren Dasein eines Menschen steht, wirkt aufgesetzt, gekünstelt und erzwungen. Immer wenn zwischen Schein und Sein ein deutliches Missverhältnis besteht, geht dies zu Lasten der persönlichen Authentizität. Der Terminus umfasst die miteinander verquickten Begriffe Echtheit, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Die besondere Relevanz hinsichtlich der Souveränität ergibt sich allein schon daraus, dass eine unecht wirkende, unglaubwürdig auftretende oder unzuverlässig erscheinende Person sicher niemals den Status einer souveränen Persönlichkeit erreichen kann. Entsteht auch nur bei einem dieser Bereiche ein deutliches Manko, geht damit immer ein Reputationsverlust einher, der kaum mehr kompensiert werden kann.

Echtheit im Verhalten resultiert aus einer möglichst großen Übereinstimmung von Selbst- und Fremdbild. Sobald Eigenschaften vorgetäuscht, simuliert oder einzig aus Kalkül eingesetzt werden, bleiben sie doch immer nur ein Abklatsch eines echten Daseinszustandes. Hier verhält es sich ganz so wie zum Beispiel bei einem Filmstar und seinem Doppelgänger: Das Imitat wird, was es auch immer tut, niemals die Ausstrahlungskraft des Originals erreichen. Durch mangelnde Authentizität geht nicht nur ein großer Teil der Ausstrahlungskraft verloren, jede Selbstinszenierung – so geschickt sie in einigen Fällen auch sein mag – stellt die Glaubwürdigkeit einer gesamten Person infrage.

Wer in eine Rolle schlüpft, wird von dieser stark vereinnahmt, wodurch zwangsläufig wichtige Spielräume verloren gehen: Natürlichkeit und Gelassenheit bleiben schließlich auf der Strecke. Wo immer etwas gekünstelt und angestrengt wirkt, bleibt der Weg in Richtung Souveränität versperrt. Und die Außenwelt hat oft einen sehr analytischen Blick dafür, ob sie es mit einem Original oder mit einer Fälschung zu tun hat. Authentische Personen ernten dort Vertrauen, wo andere auf Skepsis und Argwohn stoßen. Ein überdehnter Spagat zwischen Schein und Sein bringt die eigene Persönlichkeit ins Wanken, während der souveräne Mensch in sich gefestigt und kaum aus dem Gleichgewicht zu bringen ist.

Platinum News:

Dann ist es kein Wunder, dass viele so unglaubwürdig kommunizieren?

Stéphane Etrillard:

Glaubwürdigkeit und das Kommunikationsverhalten sind untrennbar miteinander verwoben. Eine souveräne Persönlichkeit wird kaum mit Lippenbekenntnissen um sich werfen, sondern vielmehr ihren Worten auch Taten folgen lassen. Jeder Gesprächspartner weiß es sehr wohl zu schätzen, wenn sein Gegenüber nicht nur heiße Luft produziert, sondern explizit zu dem steht, was er sagt. Vertrauen entsteht immer erst dann, wenn ein Mensch für vertrauenswürdig befunden wird und diese Vertrauenswürdigkeit auch unter Beweis stellen kann. Nicht umsonst sind es vorzugsweise die charakterstarken Menschen, denen wir unser Vertrauen schenken, weil wir hier zu Recht davon ausgehen können, dass eben diese das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbrauchen.

Die Fähigkeit, Vertrauen zu erwecken, nimmt eine Schlüsselrolle ein, weil erst aus einer Vertrauensatmosphäre heraus die Dinge gedeihen können. Dem glaubwürdigen Menschen wird geradezu automatisch mit einer gewissen Hochachtung begegnet, allein, weil man hier weiß, dass es sich um eine ausgewogene Persönlichkeit handelt, bei der Worte und Taten übereinstimmen. Es sind Menschen, an die man sich halten und an denen man sich orientieren kann, die weder durch ein sprunghaftes Hin und Her irritieren noch mit ihrer Überzeugung hinterm Berg halten und die, wenn es darauf ankommt, auch kein Blatt vor den Mund nehmen.

Souveräne Persönlichkeiten, die zugleich immer auch vertrauenswürdige sind, zeichnen sich dadurch aus, dass sie allen Intrigen, Klatsch und Tratsch sowie Schuldzuweisungen und Anschwärzungen mit größter Zurückhaltung begegnen. – An solchen Stellen ist grundsätzlich Vorsicht geboten, begibt man sich doch schnell in Gefilde, die eine Vorstufe zum Vertrauensverlust markieren. Die Kommunikation ist der Maßstab, mit dem die Glaubwürdigkeit eines Menschen gemessen wird. Eine Person, die Intrigen schmiedet, sich allzu oft zu unbedachten Äußerungen hinreißen und die Gerüchteküche brodeln lässt, hat zwar immer etwas zu erzählen, wird von anderen jedoch sicher niemals große Vertrauenswürdigkeit attestiert bekommen.

Platinum News:

Welche Rolle spielt Souveränität aus der Perspektive der Globalisierung und der stetig wachsenden Komplexität?

Stéphane Etrillard:

Die Wichtigkeit persönlicher Souveränität scheint in unserer Zeit stetig anzuwachsen. Ein Grund dafür sind die rasanten Entwicklungen und Veränderungen in der Welt, denen der Mensch angemessen begegnen muss, um an den immer neuen Bedingungen und steigenden Herausforderungen des Lebens nicht zu scheitern. Denn der Mensch sieht sich konfrontiert mit ungeheuren Mengen an Informationen und Handlungsmöglichkeiten bzw. -spielräumen sowie den gewaltigen Fortschritten in Wissenschaft und Technik. Diese Phänomene haben Dimensionen und Qualitäten erreicht, auf die sich der Mensch neu einstellen muss.

Eine wesentliche Eigenschaft, die solche Phänomene und unser gesamtes Leben in immer höherem Maße prägt, ist die zunehmende Komplexität der Welt. Das Leben der Menschen vollzieht sich heutzutage in zum Teil hochkomplexen Systemen, die mit althergebrachten Denk- und Herangehensweisen kaum noch zu bewältigen sind. Der einzelne Mensch droht von der Dynamik und Beschleunigung solcher Zusammenhänge hin und her gerissen zu werden, ohne noch selbst bestimmen zu können, was mit ihm geschieht. Die eigene souveräne Persönlichkeit avanciert hier zum notwendigen Ankerpunkt.


Literaturtipp


Stéphane Etrillard Prinzip Souveränität

Stephane Etrillard
Prinzip Souveränität
Als souveräne Persönlichkeit sicher handeln und entscheiden
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3873876337
ISBN-13: 978-3873876330
Junfermann Verlag 2006


Stéphane Etrillard Management Institute SECS


Stéphane Etrillard

Stéphane Etrillard zählt zu den Top-Wirtschaftstrainern und Coaches. Er gilt als führender europäischer Experte zum Thema „persönliche Souveränität“. Bei Entscheidern und Führungskräften ist er als Ratgeber und „Trainer der neuen Generation“ gesucht und bekannt. In seinen Seminaren mit dem Schwerpunkt Führungskommunikation, Rhetorik und Dialektik sowie Selbst-PR vermittelt Stéphane Etrillard Kompetenz aus der Praxis für die Praxis. Er ist Autor von über 30 Büchern und Audio-Coaching-Programmen, die zu den Business-Topsellern zählen. Er ist beliebter Interviewpartner für die Presse von „Cash“ bis „ManagerSeminare“ über „Focus Money“ sowie gern gesehener Gast bei Talkrunden und Podiumsdiskussionen. Vielen ist er auch aus Fernsehinterviews bei NRW TV sowie Rundfunkinterviews bei „Bayern 2 Radio“ bekannt.


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27
Mai
10

Kurswechsel im Beruf

Erfolgreicher sein, sich nicht mehr verbiegen. Praxisratgeber für die Neuorientierung in der Lebensmitte von Monika Birkner

Rezension: Albert Metzler | Platinum News

Kurswechsel im Beruf Monika BirknerBerufliche Orientierungslosigkeit ist ein weit verbreitetes Phänomen, das Begleiterscheinungen wie persönliche Unzufriedenheit und sogar Ängste mit sich bringt. Was bereits für viele Jüngere gilt, ist für alle Menschen ab 40 ein noch viel größeres Problem, für das kaum eine Lösung in Sicht erscheint. Zu groß ist die Sorge, eine Fehlentscheidung zu treffen oder alles nur noch schlimmer zu machen. Und so bleibt häufig alles beim Alten, während die Unzufriedenheit kontinuierlich wächst. Dabei hat wohl jeder schon einmal an einen Kurswechsel gedacht, nur fehlt letztlich dann doch die Entschlossenheit, das Ruder tatsächlich noch herumzureißen. – Glücklicherweise hat sich die für Ihren schöpferischen Realismus bekannte Trainerin und Coach Monika Birkner dem Thema angenommen.

In Ihrem Buch lotet sie die ganze Fülle an ideenreichen Optionen aus und zeigt die vielfältigen Möglichkeiten für einen Neubeginn. Und ganz im Gegensatz zur verbreiteten Meinung, wird hier Schritt für Schritt geradezu bewiesen, dass es zum Umsatteln tatsächlich nie zu spät ist. Ohne in blinden Aktionismus zu verfallen, ist dieses Werk ein inspirierender Begleiter für alle, die es noch einmal wissen wollen.

Auf Grundlage einer kenntnisreichen Analyse der Situation entwirft Monika Birkner höchst realistische Zukunftsszenarien, und sie zeigt außerdem, wie man dorthin auf eine kreative Art und Weise gelangt.

Mit einem ausgeprägten Gespür gerade für die heiklen Punkte eines Neustarts und einer großen Portion Einfühlungsvermögen ist dieses Buch wie ein universeller Wegweiser, der den Kurs anzeigt und dabei hilft, endlich der erwünschten Route der Selbstverwirklichung zu folgen.

Verantwortungsbewusst werden hierbei auf mögliche Hindernisse und Risiken hingewiesen, letztlich zeigt sich jedoch, dass die vielbeschworenen Gefahren eines Neubeginns – bei bewusster, systematischer Planung – weitaus geringer sind, als gemeinhin von vielen oft angenommen wird.

Und wem der eine Weg nicht zusagt, für den stehen gleich mehrere Alternativrouten parat – in allen Fällen helfen die zahlreichen praktischen Tipps, den persönlichen Aufbruch zu neuen Ufern auf die individuellen unternehmerischen Wahrnehmungen und Besonderheiten abzustimmen.

Unabhängig von der Fachkompetenz, die aus jedem Satz spricht, macht der sehr flüssige Stil das Buch zu einem echten Lesegenuss der Superlative.


Weitere Informationen zum Buch


Kurswechsel im Beruf Monika BirknerMonika Birkner
Kurswechsel im Beruf
Erfolgreicher sein, sich nicht mehr verbiegen
Praxisratgeber für die Neuorientierung in der Lebensmitte
3. Auflage, 224 Seiten
ISBN-10: 3802933869
ISBN-13: 978-3802933868
Walhalla Fachverlag 2009


Monika Birkner Coaching for Growth


Monika Birkner Coaching for Growth

Monika Birkner, Inhaberin von Coaching for Growth und Autorin von Wachstumsstrategien für Solo- und Kleinunternehmer sowie Kurswechsel im Beruf (beide Walhalla Fachverlag), kennt die jahrelange Suche nach dem eigenen Weg aus eigener Erfahrung. Ursprünglich Rechtsanwältin, arbeitete sie 20 Jahre in Management/Geschäftsführung von bekannten Markenartikelunternehmen. Seit 2001 unterstützt sie von Frankfurt aus Klienten aus dem In- und Ausland. Sie ist durch Presse, Funk und Fernsehen und zahlreiche Veröffentlichungen bekannt und gewann 2002 den 1. Preis im Trend-Innovationswettbewerb des Zukunftsinstitutes von Matthias Horx.

Auf ihrer Website http://www.monika-birkner.de finden sich zahlreiche weitere Informationen und Artikel. Dort lässt sich auch ihr kostenloser News- und Serviceletter abonnieren.


Weitere Informationen und Kontakt


Monika Birkner Coaching for Growth

Monika Birkner Coaching for Growth
Grethenweg 145
60598 Frankfurt

Tel.: +49 (0) 69 / 94 41 41 95
Fax: +49 (0) 69 / 43 05 84 57

mailto@monika-birkner.de
http://blog.monika-birkner.de
http://www.monika-birkner.de


26
Mai
10

VerKÖRPERung des Selbst

VerKÖRPERung des Selbst – Die etwas andere Rezension von Beautiful Energies

Rezension: Sabine Mühlisch, Körper.Sprache & Unternehmens.Körper GbR

Albert Metzler Reality Coaching Programm Beautiful Energies Jeder Mensch drückt in und durch seinen Körper seinen jeweiligen geistig-seelischen Urgrund aus. Wir alle sind geistige Wesen, die eine körperliche, materielle Erfahrung machen, die wir uns selbst erschaffen. Dies wird im vorliegenden Hörbuch eindrucksvoll erläutert.

Versteht man KörperSprache als eine Sprache des Geistes, so kann man in einem Augenblick das Wesen und seine jeweilige Schöpferabsicht klar erkennen. Auch und gerade Momentaufnahmen und Bilder ergeben einen einzigartigen Einblick. Als ich das Hörbuch „Beautiful Energies“ von Albert Metzler erstmalig in Händen hielt, war ich gebannt von der Aussage im Bild Metzlers auf dem Cover der Hör-CD. Eine stimmige VerKÖRPERung seines Selbst – trefflichst zum Inhalt seines Werkes in seinem Körperbild wiedergegeben.

Auch wenn Worte immer nur unvollständig ein Bild wiedergeben können, möchte ich es doch hier wagen. Wenn Sie folgenden Text lesen, schauen Sie immer wieder auf das Cover-Bild und spüren Sie den Worten nach.

Der linke, emotionale Arm in Verbindung mit der gestreckten Hand (Handlung) stellt das Empfangen einer geistigen, universellen, übergeordneten Kraft dar. Dabei wird nicht gebeten, sondern aktiv eingefangen, gefordert und gehandelt. Diese Kraft läuft über die Schulter, als waagegerechte Achse und somit weltliche Umsetzung in die rechte, gebende, männliche und aktive Seite. Durch die Beugung im rechten Ellenbogen wird diese Kraft / Energie weich, und sie vereint den männlichen mit dem weiblichen Pol.

Die rechte, aktiv geformte Hand stellt die Handlung und Äußerung in die Materie dar. Hier empfängt ein aktiver Schöpfer Energie und leitet sie weich und doch bewusst in die Welt des Fassbaren.

Der Standpunkt, auf dem linken Bein, ist wieder weiblich, emotional: Standfestigkeit in der Weichheit. Das rechte, rationale Bein setzt die Handlung in gezielte Gedankenschritte, Taten und Aktionen um.

Der fokussierte Blick geht sowohl in die Ferne (Zukunft) als auch in die Tiefe (Verinnerlichung) und somit in die inneren Welten. Die Bedeutung hierfür liegt in der Einheit der Dualität, wie in der gesamten Haltung ausgedrückt. Energie wird aufgenommen, weitergegeben und sanft, aber bestimmt in Handlung = aktive, materielle Schöpfung umgesetzt. Und dies mit dem inneren Wissen um Konzentration und gleichzeitiger Weite.

Auf Empfänger mag diese Darstellung äußerst vielfältig wirken: je nach eigener Unausgewogenheit zwischen den Polen und Themen: Männlich-weiblich, Stärke- Schwäche, Aktiv-Passiv etc.

  • Welchen Eindruck in Ihnen hinterlässt dieses Bild?
  • Und auf welchen unbalancierten Pol Ihres eigenen Selbst wird Ihr Blick damit gerichtet?

Was durch äußere Bilder ausgelöst wird, ist ein Ansatz zur eigenen Erlösung dieses Themas. Was aber jedem Menschen bei der Betrachtung auffallen wird – ob bewusst oder unbewusst, – ist die klare Symbolik, die hohe Präsenz und das ausgedrückte Potential zur Einheit. Seelensprache pur in einer einzigartigen Verkörperung.


Weitere Informationen zum Audio-Coaching-Programm


Albert Metzler Audio Coaching Programm Beautiful EnergiesAutor: Albert Metzler
Beautiful Energies – Reality Coaching
2. Auflage, 1. Audio-Hörbuch-CD
Sprecher: Michaela Kamitz, Klaus Nierhoff
Sprache: Deutsch, EUR 14,90
ISBN-10: 3937864954
ISBN-13: 978-3937864952
Verlag: Breuer & Wardin Verlagskontor


♫ Audio-Video-Hörprobe: Die Einheit aller Dinge



Albert Metzler | Inspiration


Albert Metzler InspirationAlbert Metzler, Jahrgang 1976 ist internationaler Management-Trainer, Coach, Inspirator und Bestseller-Autor. Er führt Workshops auf dem ganzheitlichen Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung durch. In seinen praxisorientierten Trainings, Workshops und Coachings unterrichtet er eine breite Palette von Themen nach seinem Coaching Modell des Alternativen Denkens.

Sein schöpferisches Themenprogramm vereinigt in sich praxisorientierte Inspirationen aus universellen Weisheitslehren, Persönlichkeitspsychologie, Philosophie der Gegenwart und Körpersprache. Dabei offenbart er die grenzenfreien Transformationsmöglichkeiten des kreativen Selbst auf der ganzheitlichen Integrationsebene des Körpers, des Geistes und der Seele.

Seine Klienten sind sowohl Privat-Personen als auch selbständige Unternehmer, Manager, Führungskräfte und Keynote-Speaker. Albert Metzler ist bekannt in der Öffentlichkeit als Management-Trainer und Bestseller-Autor. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themen der Persönlichkeitsentwicklung (Bücher, Audio-Hörbücher, Film-Inspirationen, Fachpublikationen, Kunstausstellungen etc.) fanden bereits ein breites internationales Publikum in Deutschland, Österreich, Moldova und in der Schweiz.


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25
Mai
10

Aspekte der Wahrnehmung

Aspekte der Wahrnehmung: Inspiration zur inneren Erfüllung und Neuorientierung

Von Albert Metzler | Inspiration

Platinum News Lotos InspirationDas Leben in unserer Zeit hält eine unerschöpfliche Fülle an Möglichkeiten bereit, den Alltag mit interessanten Aufgaben, schöpferischen Tätigkeiten und inspirierenden Ereignissen der verschiedensten Art zu bereichern. Es gibt jeden Tag so viel Neues und Wissenswertes, so viel Unterhaltsames und Informatives, so viel, was man sich noch ansehen könnte, was man noch erreichen sollte, was man noch wahrnehmen und/oder erleben sollte. Die Menschen stehen vor geradezu unendlichen Mengen an Informationen und Handlungsoptionen, verfügen über grenzenfreie Spielräume, und die rasanten Fortschritte in Massenmedien, Wissenschaft und Technik potenzieren all das beinahe stündlich.

In die Essenz des Mentalen fließen somit immer mehr unterschiedliche Informationen und Inhalte hinein, deren jeweilige Darstellungsprojektionen abhängig von „der“ Realität sind, in der sich das Bewusstsein eines Individuums gerade befindet. Damit ist das, was wir im menschlichen Sinne auch unter Denken und Fühlen verstehen, etwas sehr viel Komplexeres, als das, als was es beispielsweise in der Persönlichkeitsforschung angesehen bzw. hinterfragt wird. Es ist immer ein multidimensionales Informationsgebilde im Spiel.

Die Wohlstands- und Konsumgesellschaft, in der wir leben, lässt auf den ersten Blick kaum noch etwas zu wünschen übrig; stattdessen kreiert sie selbst immer wieder neue Wünsche und nicht zuletzt künstliche Bedürfnisse, die sie danach zu befriedigen verspricht. Es macht den scheinbaren Eindruck, uns stünden einfach alle Möglichkeiten offen, unsere Bedürfnisse (und künstlich erzeugte Süchte) zu befriedigen und unser Leben mit den Dingen zu füllen, die uns glücklich machen. – Doch auch wenn das Leben eine schier grenzenfreie Fülle von Möglichkeiten zu sein scheint, echte Erfüllung bleibt im Leben für viele Menschen letztlich aus. Denn sie fühlen, dass Lebensqualität und Lebensfreude nicht dadurch entstehen, dass man immer auf dem neuesten technischen Stand ist, dass man immer die angesagtesten Künstler kennt, das exotischste Urlaubsziel bucht, die neuesten Informationen schon gelesen hat, die schönste Kleidung trägt, die angesagteste Wohnung in der City hat und/oder in allem am „besten“, am „schnellsten“ und/oder am „erfolgreichsten“ ist. Viele Menschen fragen sich nämlich immer öfter:

  • Wozu das alles?
  • Ist das wirklich wichtig für mein Selbst?
  • Welchen Sinn hat das eigentlich?
  • Und welchen Sinn hat mein persönliches Leben?

Längst ist es auch für die Persönlichkeitspsychologie zum Problem geworden, dass die Menschen unserer Gegenwart zunehmend und immer eindringlicher vor der Frage nach dem Sinn in ihrem Leben stehen. Und viele Menschen empfinden eine frustrierende Sinnlosigkeit ihres Da- und Hierseins. Schon Mitte der 1970er-Jahre lautete ein Befund der Psychologie: „Inzwischen ist die Sinnfrage zum brennendsten Problem von heute geworden, und zwar keineswegs etwa bloß im Sinne einer Malaise unter empfindsamen Intellektuellen. Vielmehr konnte etwa der amerikanische Psychiater Robert Coles beobachten, daß unter seinen Patienten auch die manuellen Arbeiter heute hauptsächlich über eines klagen, und das ist das Sinnlosigkeitsgefühl.“ (Frankl, Victor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 45 )

Auf die Frage, worauf dieses „abgründige Sinnlosigkeitsgefühl“ – diese existentielle Frustration der Menschen – zurückzuführen ist, würde der Psychologe Victor E. Frankl folgendermaßen antworten: „Im Gegensatz zum Tier sagen dem Menschen keine Instinkte, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen von gestern sagen dem Menschen von heute keine Traditionen mehr, was er soll. Nun, weder wissend, was er muß, noch wissend, was er soll, scheint [der Mensch] nicht mehr recht zu wissen, was er will.“ (Frankl, Victor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 142) Es sieht ganz so aus, als fehlten den Menschen wichtige Orientierungspunkte und ein fester Halt im Leben. Beides brauchen Menschen jedoch, um in dieser schöpferischen Welt der unendlichen Vielfalt zurechtzukommen. Ansonsten verlaufen wir uns im Dickicht der Möglichkeiten, verlieren uns selbst im Tempo der Entwicklungen und in der Dynamik der komplexen Welt. Solange wir nicht wissen, was wir wollen, was uns wirklich wichtig ist im Leben, zieht es uns mal hierhin und mal dorthin, ohne dass wir selbst bestimmen, wohin es gehen soll.

Das Sinnlosigkeitsgefühl führt mit anderen Worten zu einer Orientierungslosigkeit, die die gesamte Lebensführung beeinträchtigt. Und die Welt, wie sie gegenwärtig ist, wird uns keine bestimmte Richtung anzeigen, die uns Sinn verspricht. Vielmehr sehen wir in ihr zahllose verschiedene und miteinander verbundene Wege, die Sinn und Erfüllung bereithalten könnten. Doch auszuwählen, welcher Weg der angemessen richtige ist, bleibt jedem selbst vorbehalten. Das ist natürlich grundsätzlich etwas Gutes, denn schließlich wollen wir letztlich unseren eigenen persönlichen Weg finden. Nur brauchen wir dafür etwas, woran wir unsere Auswahl ausrichten. Wir brauchen bewusste Inspirationen zur Orientierung.

Um noch einmal Victor Frankl zu zitieren: Wenn der Mensch nicht weiß, was er will, so „will er denn nur das, was die anderen tun […]. Oder aber er tut nur das, was die anderen wollen – von ihm wollen […].“ (Frankl, Victor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 142) Die Folgen sind Konformismus oder Totalitarismus. Außerdem kann ein spezifischer Neurotizismus entstehen, der nicht auf Komplexe und Konflikte im herkömmlichen Sinne zurückgeht, sondern auf Gewissenskonflikte, auf Wertkollisionen und auf eine existentielle Frustration, die eben auch in entsprechenden Neurosen ihren Ausdruck und Niederschlag finden kann. (Vgl. Frankl, Victor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 143) Anhaltspunkte für ihre Suche (Findung) nach Orientierung und Sinn finden viele Menschen in bestimmten weltanschaulichen und/oder religiösen Weisheitslehren. So unterschiedlich die einzelnen Lebensanschauungen sind, ist ihnen doch zumeist gemeinsam, dass sie eine Ordnung in die Dinge des Lebens bringen und eine Art Sinn formulieren wollen, der dem menschlichen Da- und Hiersein zukommt – dem individuellen und dem kollektiven. Die Ordnung umfasst dabei die verschiedensten Lebenssphären. Weltanschauliche oder religiöse Prinzipien regeln z. B. den Alltag, indem sie Gebete zu bestimmten Tageszeiten oder Richtlinien für die Mahlzeiten vorschreiben; sie formulieren ein Wertesystem, das bspw. in Form von Rechtsvorschriften und einer Ethik das Zusammenleben der Menschen (und anderer Lebewesen) „regelt“; sie sind Grundlage für Ansichten über Leben und Tod, Jenseits und Diesseits und/oder über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft; sie schaffen ein einheitliches Weltbild, das Aufschluss gibt über das Woher und das Wohin des Menschen, über seine Stellung in der Welt und über sein Verhältnis zur Natur und/oder zu Gott bzw. zu den Göttern. Und nicht zuletzt geben sie Hoffnung in Form von Annahmen, dass es etwas gibt, das über uns selbst hinausweist und unserem Leben (Sein) Sinn verleiht.

Der in der Geschichte der Menschheit immer wieder vorkommende Missbrauch von religiösen und weltanschaulichen Ideen oder auch das Herbeizitieren von Traditionen und Bräuchen hat die Menschen jedoch auch misstrauisch gemacht gegenüber einer übergeordneten Instanz, Kraft oder Macht, an der sie ihr Leben orientieren sollen. Die Individualität und Einzigartigkeit des Einzelnen gewann im Zuge dessen immer mehr an Bedeutung. Insbesondere im abendländischen Kulturkreis vollzog sich eine weit reichende Säkularisierung und eine zunehmende Abkehr von Traditionen, Normen und Ideologien.

Folglich bedarf es neuer ordnungsgebender Strukturen. Diese können nun allerdings nicht mehr von einer höheren Instanz abgeleitet werden, sondern stützen sich ganz auf das Individuum (im Zusammenleben mit anderen Individuen). Der einzelne Mensch muss aus sich selbst heraus die neuen Strukturen und Gesetzmäßigkeiten entwickeln, auf deren Grundlage er sein Leben sinnvoll und bewusst gestalten kann. Damit konzentriert sich auch die Frage nach dem Sinn des menschlichen Da- und/oder Hierseins auf die Frage nach dem Sinn im individuellen Dasein. –Welchen Sinn hat mein Leben? Es wird also nicht mehr angenommen, dass es einen objektiven – also vom Menschen unabhängigen – Sinn gibt, der durch die Natur oder durch einen fremden Gott vorgegeben ist. Stattdessen setzt der Mensch sich selbst den Sinn seines schöpferischen Seins. Nach Ansicht des Philosophen Jean-Paul Sartre ergibt sich diese Verneinung eines transzendenten Sinns „aus der atheistischen Haltung und der Ablehnung eines vorgängigen Wesensbegriffs des Menschen“. „Der Mensch ist nur das, was er in der Folge seiner Handlungen aus sich machen wird. [Albert] Camus sieht die objektive Sinnfrage an der Kluft zwischen dem Menschen, der fragt, und der Welt, die vernunftwidrig schweigt, scheitern. Um seiner eigenen Identität willen muß der Mensch aber an seinem Sinnstreben festhalten. Indem er auf einen jenseitigen Sinn verzichtet, macht er das Leben zu einer menschlichen Angelegenheit, die unter Menschen geregelt werden muß. (Prechtl, Peter ; Burkard, Franz-Peter [Hg.]: Metzlers Philosophie-Lexikon. S. 476)

Das eigene Selbst erhält auf diese Weise eine besondere – und stetig wachsende – Bedeutung. Es wird zum zentralen Orientierungszentrum in der sich immer schneller und andauernd verändernden Welt. Dabei vollzieht sich der schöpferische Wandel in dem Bewusstsein der verschiedenen Gesellschaften und des Individuums asymmetrisch und nicht im Gleichschritt. Bei sich selbst sucht(findet) der Mensch nun nach Hinweisen darauf, wie der Weg aussieht, der sein Leben mit Sinn erfüllen kann, wo dieser Weg zu finden ist und was er tun muss, um ihn beschreiten zu können. Antworten auf die existentiellen Fragen des Lebens, Werte, die das Leben bestimmen, ein Weltbild, das Ordnung schafft, – all das sucht (findet) der Mensch fortan bei sich selbst. Das ist ein wichtiger Schritt für den Menschen: „Noch nie hat ein Tier danach gefragt, ob das Leben einen Sinn hat. Das tut eben nur der Mensch, und das ist […] der Ausdruck geistiger Mündigkeit, würde ich sagen. Denn es ist geistige Mündigkeit, wenn jemand es verschmäht, eine Antwort auf die Sinnfrage einfach aus den Händen der Tradition entgegenzunehmen, vielmehr darauf besteht, sich selber und selbständig auf die Suche nach Sinn zu begeben. (Frankl, Victor E.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 46)

Der Gedanke ist allerdings längst nicht so neuzeitlich, wie es vielleicht klingen mag. Schon bei den Stoikern der Antike findet er sich ganz ähnlich: „Nicht anders als die Epikureer gehen auch die frühen Stoiker von der Zeitsituation aus, in der die Frage nach einem Halt in der haltlos gewordenen Gegenwart den Vorrang gewinnt. Die Philosophie erhält daher bei ihnen unmittelbare Bedeutung für das menschliche Dasein. Sie ist ‚die Kunst der Lebensführung’. Nun finden […] die Stoiker den Sinn des Lebens […] in der Übereinstimmung mit sich selber. Dahinter steckt der Gedanke, daß sich der Mensch, nicht mehr sicher gegründet im Kosmos und in der Polis, nur noch auf sich selber stellen kann. Seine sittliche Aufgabe ist es, nicht eine allgemeine Tugend, sondern die in ihm als Individuum liegende besondere Idee des Menschen zu verwirklichen. (Weischedel, Wilhelm: Die philosophische Hintertreppe. S. 66) Doch auch, wenn der Mensch bei sich selbst – und nicht bei anderen oder bei einer höheren Instanz – nach Wegweisern für sein bewusstes Leben sucht, führt dies nicht automatisch dazu, wirklich individuelle und aus dem eigenen Selbst geschöpfte Bestimmungen zu entdecken. Finden wir etwas in uns selbst, heißt dies nicht zwangsläufig, dass es auch aus uns selbst heraus entstanden ist. Unser Denken, Fühlen und Wahrnehmen unterliegt vielen verschiedenen äußeren Einflüssen, die wir zudem häufig nicht einmal als solche erkennen, sodass wir Ansichten, Denkweisen, Wertevorstellungen, Überzeugungen etc. als unsere eigenen annehmen, ohne zu wissen, dass sie von fremden Archiven und Ihren Bibliotheken beeinflusst sind. Vielfältige, uns unbekannte Quellen speisen unser Denken und Fühlen. Und das in einem Maße, das uns zumeist oft kaum bewusst ist. Deshalb ist es offensichtlich nicht leicht, Fremdbestimmungen hinter sich zu lassen und zu den Inspirationen vorzudringen, die wirklich unser Selbst schöpferisch erschaffen. Diese sollen wir erst finden, wollen wir selbst Sinn und Orientierung in unserem Leben finden.

Aber was bleibt zunächst, als sich auf bereits Bekanntes und Bestehendes zu stützen? So sind es erst einmal Erfahrungswerte, die uns scheinbar Anhaltspunkte geben wollen. An unseren Erfahrungen überprüfen wir, was „gut „und was „weniger gut“ für uns war, welche Entscheidungen sich als „richtig“ und welche sich als „falsch“ herausgestellt haben. Wir können abwägen, einordnen, vergleichen, selektieren, bewerten etc., was für uns von Bedeutung war und was für bevorstehende Wahlmöglichkeiten bei Entscheidungen relevant sein werden. Lebenserfahrungen unterschiedlichster Art geben uns das Gefühl von Sicherheit in unseren Entscheidungsprozessen. Wir schätzen ungefähr ab, welche Folgen zu erwarten sind und welche Auswirkungen sie auf uns selbst haben können. So können wir der Ungewissheit über zukünftige Ereignisse mit mehr Gelassenheit begegnen, denn vor allen Dingen das Unvorhersehbare verunsichert uns oft. Und Erfahrungen geben uns das Gefühl, Dinge bis zu einem gewissen Grad vorhersehen zu können.

Mit dem vermehrten Rückgriff auf die eigene Erfahrungswelt (ohne Erkenntnisse!) unterwerfen Menschen sich jedoch auch einer nicht zu vernachlässigenden Selbstbeschränkung. Denn es entsteht hier die Gefahr, dass sie sich allzu sehr auf ihre Erfahrungen verlassen und sich dem Unbekannten und dem Neuen zu sehr verschließen. Alternative Zukunftsszenarien werden dann z. B. gar nicht mitgedacht und so werden die Auswahlmöglichkeiten für den Entscheidungsvorgang von vornherein stark reduziert. Und niemand weiß, ob damit nicht vielleicht eine kreativere Lösung unberücksichtigt bleibt. Mögliche neuartige Wege, den Sinn im eigenen Da- und Hiersein zu finden, werden so ganz einfach nicht wahrgenommen. Und wenn das Wagnis, etwas Neues auszuprobieren, gar nicht gesehen wird, bleiben unter diesen Umständen auch bisher verborgene Perspektiven des eigenen Selbst einfach unentdeckt und die in uns fließende schöpferische Energie wird unwirksam.

Entscheidend ist überdies, dass unsere vieldimensionale Welt nicht mehr wahrzunehmen ist, wenn man sich Neuem und Unbekanntem verschließt. Denn sie unterliegt einem Veränderungsfluss und schafft immer mehr neue Realitäten, die die Menschen als wirklich erfassen müssen, um sich in ihnen zurechtzufinden. Die Vielzahl der Möglichkeiten einfach zu ignorieren, sich die Welt so zurechtzulegen, dass sie wieder überschaubar ist – das kann weder zum Erfolg noch zur innerer Zufriedenheit führen. Dem Menschen stellt sich aktuell die Frage, wie er die vielschichtigen Realitäten des Daseins in sein Leben integrieren kann. So wie es scheint, bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als sich auf die gegebene Komplexität einzustellen und auch völlig neue Denkweisen auszuprobieren.

Der Mensch kann sich schließlich nicht abschotten gegenüber den Entwicklungen in der Welt. Denn ihm steht keine andere Welt zur Verfügung als eben seine, und letztlich ist er ja für die Gestaltung der Entwicklungen selbst verantwortlich. Seine eigene Fortentwicklung ist es schließlich, die die Fortschritte in der Welt vorantreibt. Die Eigendynamik dieser Vorgänge führt dazu, dass es nun zu einem wahren Wechselspiel gegenseitigen Vorantreibens kommt. Immer wieder entdecken, entwickeln, erfinden Menschen Neues und schaffen damit selbst neue Wahrnehmungsinspirationen verschiedener Wirklichkeiten. Doch sind diese Prozesse oft so rasant und einschneidend, dass der Mensch wieder einen gewissen Impuls braucht, um sie bewusst wahr zu nehmen.

Ein weiterer Aspekt will hier bewusst erwähnt sein wie im zunehmenden Maße etwas Sonderbares passiert: buchstäblich ohne Vorankündigung tritt auf einmal bei einzelnen Menschlichen eine erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit des eigenen schöpferischen Selbst auf. Über die vertraute Pfade unserer biologischen Sinne hinausreichend erfährt das einzelne Bewusstsein menschlicher Individuen einen persönlichen Zugang zu Einsichten, Wahrnehmungen und regelrechten Erkenntnissen höherer ganzheitlicher Universalordnung und -Struktur.

Die Wirklichkeit in ihrer Vieldimensionalität wird dadurch vom Menschen selbst in all ihren transzendenten und zugleich individuellen Erscheinungsformen bewusster wahrgenommen und neu kreiert.


Literaturtipp


Albert Metzler Free your mind Das kreative SelbstAutor: Albert Metzler
Free your mind – Das kreative Selbst
Selbstbestimmt fühlen und denken
1. Auflage, Broschiert 103 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3938358564
ISBN-13: 978-3938358566
BusinessVillage Verlag für die Wirtschaft 2007


Albert Metzler | Inspiration


Albert Metzler InspirationAlbert Metzler, Jahrgang 1976 ist internationaler Management-Trainer, Coach, Inspirator und Bestseller-Autor. Er führt Workshops auf dem ganzheitlichen Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung durch. In seinen praxisorientierten Trainings, Workshops und Coachings unterrichtet er eine breite Palette von Themen nach seinem Coaching Modell des Alternativen Denkens.

Sein schöpferisches Themenprogramm vereinigt in sich praxisorientierte Inspirationen aus universellen Weisheitslehren, Persönlichkeitspsychologie, Philosophie der Gegenwart und Körpersprache. Dabei offenbart er die grenzenfreien Transformationsmöglichkeiten des kreativen Selbst auf der ganzheitlichen Integrationsebene des Körpers, des Geistes und der Seele.

Seine Klienten sind sowohl Privat-Personen als auch selbständige Unternehmer, Manager, Führungskräfte und Keynote-Speaker. Albert Metzler ist bekannt in der Öffentlichkeit als Management-Trainer und Bestseller-Autor. Seine zahlreichen Veröffentlichungen zu den Themen der Persönlichkeitsentwicklung (Bücher, Audio-Hörbücher, Film-Inspirationen, Fachpublikationen, Kunstausstellungen etc.) fanden bereits ein breites internationales Publikum in Deutschland, Österreich, Moldova und in der Schweiz.


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E. Schrott, H.P.T. Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin: Eine Gegenüberstellung

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